Rebounding

Training mit dem weichen Trampolin

Kennen Sie ein Trainingsgerät, mit dem sich jede Zelle Ihres Körpers trainieren lässt? Das sowohl Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen und Gelenke aufbaut, überflüssiges Fett verbrennt, die Wirbelsäule stärkt und ins Lot bringt das lmmunsystem anregt, die Verdauung und Ausscheidung aktiviert, Herz und Kreislauf kräftigt, die Kapillarbildung und somit eine verbesserte Durchblutung Im gesamten Körpergewebe fördert, alle Inneren Organe leistungsfähiger macht, die Sensomotorik harmonisiert und darüber hinaus auch noch das allgemeine seelische Wohlbefinden verbessert?

So ein "Wunder-Gerät" gibt es gar nicht, werden Sie bestimmt einwenden. Weder Ausdauer- noch Krafttraining, Gymnastik, Strechting, Yoga, Schwimmen, Velofahren, Wandern, Joggen, Skifahren, Tennis oder eine andere der hinlänglich bekannten Sportarten üben einen derart umfassenden positiven Effekt auf den gesamter menschlichen Organismus aus. Und es ist tatsächlich so. Ob Sie nun Hanteln stemmen, Kraftmaschinen, Balifedern, Gummiseile oder andere Fitnessgeräte benutzen.

Alle diese Trainingsformen oder Sportarten wirken, einzeln für sich angewendet, schwerpunktmäßig nur entweder auf das Herz-Kreislauf-System, den willkürlichen Muskelapparat, oder indirekt auf Krochen und Gelenke. Es existieren ja eigentlich nur drei Arten, den Körper zu trainieren. Entweder isotonisch, isometrisch oder über Ausdauertraining. Eine gezielte Aufbauwirkung für den Gesamtorganismus, also das Muskel-, Knochen- und Knorpelgewebe, die inneren Organe, Blutgefässe usw. ist mit einer einzelnen der herkömmlichen Sport- oder Trainingsarten in diesem Ausmaß kaum zu erreichen. Sie üben höchstens, im Sinne einer reflektorischen Wirkung, auf die darrunterliegenden Organe einen indirekten Reiz aus. Um eine solch breitgefächerte Wirkung erzielen zu können, müssen verschiedene Trainingarten, (also Herz-Kreislauf-, Kraft- und Beweglichkeitstraining), miteinander kombiniert werden. Dies bedeutet aber zu-gleich einen relativ großen Zeitaufwand. Ein Umstand, der viele Leute angesichts ihrer Alltagshektik und permanenten Zeitnot vor jeder sportlichen Aktivität zurückschrecken lässt. Wer hat schon die Zeit und Geduld, jeden Tag etwas für seine Fitness und Gesundheit zu tun?

Der Aufbau eines gesunden schlanken und leistungsfähigen Körpers erfordert ein regelmäßiges und intelligentes Training und ist eine, man könnte fast sagen, Lebensaufgabe. Leider haben nur sehr wenige Menschen das große Glück, von der Natur mit einem wohlproportionierten Körperbau gesegnet worden zu sein. Meistens ist man entweder unscheinbar dürr und hager. (wie es bei mir der Fall war) oder aber man neigt ständig zu Übergewicht, was vor allem mit zunehmendem Alter dann immer augenfälliger und problematischer wird. Die allseits beliebte und oft praktizierte Methode, im Frühling noch schnell ein Crash-Trainingsprogramm "durchzuwürgen" um die sich im Winter angesammelten Speckpolster vor der kommenden Badesaison abzubauen, zeitigt meistens keine besonders guten Ergebnisse. Ganz im Gegenteil, der Organismus reagiert normalerweise sehr ungehalten auf solche "Rosskuren". Das Verletzungsrisiko ist daher besonders hoch, Also sollte die Devise lauten: Mäßiges, aber regelmäßiges Training. Und zwar über das ganze Jahr hinweg. Idealerweise sollte es ein System sein, das Verletzun-gen ausschließt, den Allgemeinzustand des Körpers verbessert und möglichst in jedem Alter betrieben werden kann.

Daher empfehle ich jedem, sei er nun Sportler oder nicht, das zu Anfang erwähnte Trainingsgerät, das nach meiner persönlichen Erfahrung bei korrekter Anwendung geradezu sensationelle Erfolge mit sich bringen kann. Ob Sie nun Fett abbauen, den Organismus entschlacken wollen, den Körper nur allgemein straffer und fester machen, der Osteoporose vorbeugen oder Muskeln aufbauen wollen. Richtig und regelmäßig ausgeführt. kann diese Trainingsform unter Umständen Ihre kühnsten Träume sogar noch weit übertreffen.

Die Rede ist vom Rebounder, volkstümlich auch Mini-Trampolin genannt. Der Rebounder ist ein Übungsgerät von ca. einem Meter Durchmesser auf einem ca. 20 Zentimeter hohen Untergestell, das mit einer elastisch federnden Spezialmatte bespannt ist.

Das Grundprinzip ist einfach. Durch das üben auf dem Rebounder wird eine Erhöhung der Schwerkraft auf den Organismus simuliert und dadurch jede einzelne Zelle in Körper zur Adaption, also Stärkung angeregt. Jedes Körpertraining beruht bekanntermaßen auf der Grundrage der sogenannter Hyperkompensation. Also auf Deutsch: Wird der Körper durch eine Krafteinwirkung über seinen momentanen Leistungsgrad hinaus beansprucht, wird er, falls er dazu in der Lage ist, mit einer physiologischen Anpassung an die erhöhte Beanspruchung reagieren. Typisches Beispiel das jeder kennt, ist der Muskelkater nach einer ungewohnten Anstrengung. Durch die Anpassung wird der Organismus natürlich leistungsfähiger, in der Folge kann man ihn wieder mehr belasten und durch diese höhere Belastung wird er wiederum mit einer weiteren Anpassung reagieren. So baut man langsam und stetig einen gesunden und kraftvollen Körper auf. Der ganz große Vorteil des Rebounding-Trainings gegenüber allen anderen herkömmlichen Trainingsarten ist seine schonende Wirkungsweise und der Umstand, dass sämtliche Zellen im Organismus mittrainiert werden. Vom Scheitel bis zur Sohle werden alle Körperzellen dem sanften Zug- und Druckimpuls, der durch das rhythmische Auf- und Abschwingen auf der elastischen Matte entsteht, ausgesetzt und reagieren dadurch ebenfalls mit einer organischen und funktionellen Verbesserung durch Anpassung.

Es gibt tatsächlich keine andere vergleichbare Trainingsform, die den ganzen Körper auf diese gesamtheitliche Art und Weise trainiert. Wenn man das Grundprinzip der harmonischen Bewegung versteht und das Training entsprechend richtig ausführt, gerät der ganze Körper in eine als sehr angenehm und wohltuend empfundene Auf- und Ab-Schwingung. Es ist wie beim Tragen einer gefüllten Plastik-Einkaufstasche aus dem Warenhaus. Hält man diese in der Hand und läuft damit eine längere Strecke, beginnt sie nach kurzer Zeit plötzlich wie von selbst an, intensiv auf- und ab zu schwingen. Genau dieser Effekt soll beim Training auf dem Rebounder erreicht werden. Rebounding ist also kein Trampolinspringen, sondern ein "Trampolin-Schwingen". Man bleibt die ganze Zeit mit beiden Füssen auf der Matte und schwingt sich ganz gemächlich solange ein, bis sich eine natürliche, fast automatische Auf- und Ab-Bewegung im Körper einstellt. Führt man diesen Vorgang richtig aus, spürt man ein angenehmes sanftes Ziehen in den Schultern und in den Fingerspitzen. Man braucht dann nur noch ganz leicht und locker mitzuschwingen, um den Trainingseffekt aufrechtzuerhalten. Empfehlenswert ist ein tägliches Rebounding von 10 bis 15 Minuten. Für gesunde Menschen reicht dies völlig aus, um sich körperlich und geistig bis ins hohe Alter Fit zu hatten. Menschen, die bereits an akuten oder chronischen Krankheiten leiden, sollten sich aber an einen ausgewiesenen Therapeuten wenden. Auch für sie ist das dosierte Training unter der Anleitung eines fachkundigen Experten sehr empfehlenswert. Der Rebounder ist günstig in der Anschaffung, braucht nicht viel Platz und kann somit zurecht als Lebensbegleiter betrachtet werden. Sollten Sie noch Fragen zum Reboundingtraining oder Reboundinggeräten haben, steht Ihnen der Autor gerne mit weiteren Infos zur Verfügung.

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